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Das Sakrament der Priesterweihe

Priesterweihe:
Das Priestertum
der Kirche

Die Priesterweihe ist das Sakrament, durch das Männer zu Diakonen, Priestern, oder Bischöfen geweiht werden — sie setzen den Dienst Christi durch die von ihm gegründete Kirche fort.

Ein Sakrament des Dienstes

Was Ist Die Priesterweihe?

Die Priesterweihe ist eines der beiden Sakramente des Dienstes — neben der Ehe — das heißt, sie ist nicht primär auf die persönliche Heiligung des Empfängers ausgerichtet, sondern auf den Dienst und das Heil der anderen. Durch die Weihe wird ein Mann auf einzigartige Weise Christus gleichgestaltet und erhält die Vollmacht, in seinem Namen zu handeln.

Das Sakrament besteht seit der Nacht des Letzten Abendmahls, als Jesus seinen Aposteln sagte: „Tut dies zu meinem Gedächtnis." Die katholische Kirche versteht diese Worte als die Einsetzung des Priestertums — die Vollmacht, die Eucharistie zu feiern, Sünden zu vergeben, und das Volk Gottes zu hüten.

Wie die Taufe und die Firmung hinterlässt die Priesterweihe eine bleibende Prägung auf der Seele. Ein Priester ist für immer Priester — auch wenn er später den aktiven Dienst verlässt.

Drei unterschiedliche Rollen

Die Drei Weihestufen

Diakon

Diaconos

Diakone sind zum Dienst geweiht — sie assistieren bei der Messe, verkünden das Evangelium, predigen, taufen, sind Trauzeugen bei Eheschließungen, und üben Werke der Nächstenliebe aus. Es gibt zwei Arten: Übergangsdiakone (Männer, die sich auf das Priestertum vorbereiten) und ständige Diakone (verheiratete oder zölibatäre Männer, die dauerhaft als Diakone dienen).

💡 Ständige Diakone können verheiratete Männer sein. Dies ist eine der wenigen geweihten Rollen, die in der lateinischen Kirche verheirateten Männern offensteht.

Priester

Presbyter

Priester sind geweiht, um die Eucharistie zu feiern, Beichten zu hören, Kranke zu salben, und das Evangelium zu predigen. Sie dienen unter der Autorität ihres Bischofs und sind die wichtigsten seelsorgerischen Diener des Pfarrlebens. In der lateinischen Kirche legen Priester ein Zölibatsgelübde ab.

💡 Der Priester handelt in persona Christi — in der Person Christi — wenn er die Sakramente feiert. Deshalb kann nur ein geweihter Priester die Messe feiern oder Beichten hören.

Bischof

Episcopos

Bischöfe besitzen die Fülle der Priesterweihe. Sie leiten eine Diözese, weihen Priester und Diakone, firmen, und sind die Nachfolger der Apostel. Der Papst ist der Bischof von Rom und das Oberhaupt des weltweiten Bischofskollegiums.

💡 Die ununterbrochene Linie der Bischöfe von den Aposteln bis heute nennt man die Apostolische Sukzession — eines der kennzeichnenden Merkmale der katholischen Kirche.

Eine Berufung erkennen

Fühlen Sie Sich Berufen?

Eine Berufung zum Priestertum oder Diakonat ist nicht etwas, das ein Mann wählt, wie er eine Karriere wählt. Es ist etwas, das er erkennt — ein Ruf Gottes, der im Gebet, in der Gemeinschaft, und im Gespräch mit der Kirche über Zeit erkannt und geprüft wird.

Wenn Sie sich zum Priestertum oder geistlichen Leben hingezogen fühlen — selbst als leiser, unsicherer Zug — ist der richtige nächste Schritt, mit Ihrem Pfarrer zu sprechen oder das Berufungsbüro Ihrer Diözese zu kontaktieren. Sie haben Erfahrung darin, Männern zu helfen zu erkennen, ob dieser Ruf echt ist und wie sie darauf antworten können.

Kontaktieren Sie Ihre Diözese Über Berufungen →

Johannes 20, 22-23

"Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden erlasst, dem sind sie erlassen; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert."

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